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Großwelsfänge bei klirrender Kälte

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Anfang Februar 2013 zog es die Black-Cat-Testangler und Wallerguides Stefan Seuß und Benjamin Gründer zusammen mit ihren Gästen an den Po-Mittellauf.

 

Bild: Zebco/F. Petersen
Erfolgreich trotz eisiger Kälte: Christoph Templer (links) und Stefan Seuß freuen sich über einen 234-Zentimeter Wels (90 Kilo) aus dem Po. Bild: Zebco/F. Petersen
Normalerweise haben die Wallercamps am Fluss zu dieser Jahreszeit noch geschlossen, die Angelsaison beginnt erst Anfang März. Bernhard Heiner, Chef des bekannten Welscamp am Po öffnete aber den Anglern seine Camp-Pforten, so dass Autos und Gepäck sicher untergebracht werden konnten.
 
Sieben Tage verbrachten Stefan Seuß und Benjamin Gründer zusammen mit ihren Gästen am Po-Ufer. Die Angler wurden bei dieser Tour vor harte Wetterbedingungen gestellt. Starker Schneefall, Schneestürme, die die Zelte mit sich rissen, Tagestemperaturen unter dem Gefrierpunkt und rapide sinkende Wassertemperaturen von 6 auf 3,8 Grad machten die Angeltour zu einer harten Prüfung. Das Po-Ufer war von einer dicken Schneedecke überzogen und so manches Zelt brach unter der Schneelast zusammen.
 

 

Bild: Zebco/F. Petersen
233 Zentimeter und ebenfalls 90 Kilo: Diesen Po-Urian bezwang Peter Pötzinger (links). Bild: Zebco/F. Petersen

Beste Chancen auf Großwaller

Für Stefan Seuß ist klar, dass man bei Wassertemperaturen unter der 10-Grad-Marke zwar wenige Bisse bekommt, dafür aber die Chance auf die ganz großen Räuber hat. Stefan behauptet sogar, aufbauend auf seine Erfahrungen und Beobachtungen aus den letzten Jahren, dass man den Wels, ähnlich wie Hecht und Zander, das ganze Jahr über erfolgreich beangeln kann. Zur Winterzeit sind die aktiven Phasen zwar kürzer, da der Fisch einen längeren Zeitraum für den Energieumsatz benötigt, aber Nahrung nimmt der Wels auch bei Wassertemperaturen unter der 6-Grad-Marke zu sich.
 

 

Bild: Zebco/F. Petersen
228 Zentimeter: Benni Gründer (links) und Stefan Großpietsch freuen sich über ihren kapitalen Winter-Waller. Bild: Zebco/F. Petersen

Taube Finger und vereiste Rolle

Tagsüber drifteten die Spezis und fischten mit Vertikalsystemen nahe am Grund, nachts wurden vom Ufer aus Unterwasserposen-Montagen mit Köderfischen ausgelegt. Die Fischerei bei der klirrenden Kälte gestaltete sich härter als gedacht, Schnüre und Rollen waren ständig von einer Eisschicht überzogen und die Finger der Angler waren nach nur wenigen Stunden auf dem Wasser taub. Das Unglaubliche wurde indes wahr und durch den harten Einsatz der Angler am Wasser konnten gesamt neun Waller gefangen werden. Darunter drei Großwelse mit den Maßen 228, 233 und 234 Zentimeter.
 
-pm-
 

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