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Wels-Gigant aus dem Steinsee

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Österreich hat einen neuen Wels-Rekord: Johann Pfeiffer zog im September 2004 einen 68 Kilogramm schweren Brocken aus dem Steinsee bei Wien.

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Rekord-Wels

Wie der Österreichische Anglerverband VÖAFV mitteilte, berichten die Angler am Steinsee seit Jahren von einem mindestens zwei Meter langen und rund 70 Kilogramm schweren Wels. Sie konnten ihn mehrfach beim Rauben beobachten. In Fachkreisen hatte der gefräßige Brocken schnell seinen Spitznamen weg: „Peter“ nannten die Angler vor Ort den kapitalen Fisch. Die Anwohner tippten sich an die Stirn und redeten von Anglerlatein.

Wasservögel auf der Speisekarte

Erst als im Vorjahr auf mysteriöse Weise drei Jungschwäne und einige Enten verschwanden, erhärtete sich der Verdacht, dass die Erzählungen der Angler doch wahr sein könnten.

Schon seit Jahren versuchen die Steinsee-Angler, den Giganten an die Angel zu bekommen, aber alle Versuche mit den herkömmlichen Wels-Ködern blieben erfolglos.

„Beifang“ auf Mais

Johann Pfeiffer, ein leidenschaftlicher Angler, legte sich mehrmals auf die Lauer um „Peter“ zu überlisten. Anfang September aber, wollte er gemütlich auf Karpfen angeln und legte drei Maiskörner an 28-er Schnur als Köder aus.

Um Punkt 19.45 Uhr nahm „Peter“ seinen Friedfisch-Köder. Nach 45 Minuten hartem Drill ging dem Wels schließlich die Luft aus. „Dieser Fisch entwickelte eine enorme Kraft und zog mich mit dem Boot über den ganzen See. Ohne Hilfe des Kollegen Umreich, hätte ich den Wels kaum landen können.“, berichtete Pfeiffer.

Zahlreiche Schaulustige bewunderten ehrfürchtig den Fang: 211 Zentimeter lang und 68 Kilogramm schwer – das bedeutet neuer österreichischen Rekord! Und die Moral von der Geschicht’: Welse verschmähen auch ein Maiskorn nicht!

-pm/tk-Foto: Bilder: VÖAFV-Verbandszeitschrift „Am Fischwasser“

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Rekord-Wels
Der Kopf ist jetzt beim Präparator: Der massige Schädel wog über 20 Kilogramm.
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