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„Aalfred“ zieht um

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Nach 33 Jahren in der Badewanne der Bochumer Familie Richter findet der Aal jetzt in einem Aquarium ein neues Zuhause.

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Spätestens durch seinen Fernseh-Auftritt am 29. Januar in der Sendung stern-TV (RTL) wurde Deutschlands bekanntester Aal zum Medienstar. Aber das öffentliche Interesse rief auch Tierschützer auf den Plan.

Das Bochumer Ordnungsamt wurde eingeschaltet und ein Amtstierarzt begutachtete das Haustier in seinem ungewöhnlichen Lebensraum. Der Beamte bestimmte die Wassertemperatur und den pH-Wert des „Badewassers“, auch das Futter wurde überprüft.

Die Richters können jetzt aufatmen: Aalfred darf weiterhin ihr Haustier bleiben. Allerdings muß er in Zukunft artgerecht in einem 500-Liter-Aquarium gehalten werden. Das neue Domizil wird über naturnahes Boden-Substrat und sogar über eine Wohn-Höhle verfügen. Die Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten (LÖBF) des Landes Nordrhein-Westfalen spendiert Aalfred das neue Zuhause.

Tierschützer forderten zuvor, Aalfred wieder in der freien Natur auszusetzen. Experten wie der Direktor des Düsseldorfer Aquazoos Wolfgang Gettmann befürchteten aber, dass Aalfred in der freien Wildbahn schnell eingehen werde. „Er wird einige natürliche Fähigkeiten verloren haben“, meinte der Fachmann.

Normalerweise wandern Aale spätestens im Alter von 15 Jahren zum Laichen in die Sargasso-See und sterben dann dort. Nur in Gefangenschaft oder in abflusslosen Gewässern erreichen Aale ein so hohes Alter.

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag Aalfred in der Badewanne.

-tk-

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