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Auf Angler mit Tomaten geschossen

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In Lübeck haben fünf junge Männer eine Gruppe Angler mit einer selbstgebauten „Kartoffel-Kanone“ beschossen.

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Wie die Lübecker Polizei am 26. April 2004 mitteilte, alarmierten sieben Angler die Beamten. Am Ufer der Wakenitz hatten die Hobby-Fischer fünf Schüsse gehört. Unbekannte Geschosse schlugen in ihrer unmittelbaren Nähe ein.

Auf der Terrasse eines Hauses am gegenüberliegenden Flussufer konnte die Polizei dann eine „Kartoffel-Kanone“ sicherstellen. Mit diesem waffenscheinpflichtigen Gerät, zusammengebaut aus Abflussrohren, schleuderten die Täter Tomaten fast 300 Meter weit. Als Treibladung diente den 19- bis 21-Jährigen Haarspray. Eine solche Kanone entwickelt beachtliche Geschoss-Energie und kann erhebliche Verletzungen verursachen.

Gegen die jungen Männer wurde Anzeige erstattet. Der Selbstbau einer solchen Kanone verstößt in vielen Punkten gegen das Waffenrecht: Besitz und Führen einer Waffe ohne Waffenschein, Schießen außerhalb von Schießanlagen, Nichtgewerbsmäßige Waffenherstellung und das Fehlen einer amtlichen Beschussprüfung.

-tk-

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