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Hoffnung für den Hering

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Der Bestand der laichreifen Heringe hat in der Nordsee wieder die Größe der 60er Jahre erreicht.

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Das ergab die jährliche Bestandsaufnahme der Bundesforschungsanstalt für Fischerei, an der Forschungsschiffe aus fünf Nationen beteiligt waren.

In den 70-er Jahren war der Heringsbestand durch Überfischung vollkommen zusammengebrochen. Nur ein vierjähriger Fang-Stopp konnte den Fortbestand dieser wichtigen Fischart sichern.

In den 90-er Jahren nahm der Bestand der Heringe wieder ab: Durch die hohen Beifänge von Jung-Heringen in der Industrie-Fischerei erreichten nur wenige Tiere ein laichfähiges Alter.

Seit 1997 wird der Bestand der Nordsee-Heringe dank internationaler Vereinbarungen nachhaltig bewirtschaftet. Er hat sich seitdem sehr gut erholt. Es mag paradox klingen: Auch die starke Befischung des Raubfisches Kabeljau hilft dem Hering. Die Wissenschaftler erwarten, dass die Fangquoten für den Hering erhöht werden.

Das deutsche Forschungsschiff „Walther Herwig III“ konnte in der südlichen Nordsee außerordentlich viele junge Makrelen und sogar einige laichreife Sardellen (Anchovis) entdecken. Für die Forscher deutet dies auf eine zunehmende Erwärmung der Nordsee hin.

-tk-

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