Irland: Lachse sollen schwimmen

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Der Lachsfang auf hoher See mit Drift-Netzen vor der irischen Küste soll stark eingeschränkt werden.

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Das hat Frank Fahey, Minister für Resourcen, angekündigt. Vorangegangen waren Proteste der irischen Angler-Organisationen und hitzige Presse-Debatten. Dabei wurde auf den drastischen Niedergang der einstmals hervorragenden irischen Lachsflüsse und deren lukrative Vermarktung verwiesen.

Endlich könnten all die Lachse in ihre Heimatflüsse zum Laichen zurückkehren, die in Nordspanien, Frankreich, Wales, England und in Deutschland

als Besatz eingebracht wurden, nach Grönland wanderten und auf dem Rückweg in

irischen Neken hängen blieben. Auf EU-Ebene soll es deshalb zu Vorhaltungen bei

der irischen Regierung gekommen sein.

Orri Vigfusson, Gründer und Vorsitzender des North Atlantic Salmon Funds

(NASF), rechnet vor: Mit 700 km Netzgesamtlänge wurden bisher pro Jahr rund 400.000 Lachse gefangen. Nur rund 200.000 erreichten den Markt, die andere

Hälfte wurde von Seehunden in den Netzen gefressen. Die Seehunde selbst verhedderten sich in den Netzen und erstickten jämmerlich.

Die NASF kämpft seit Jahren für das Ende der Driftnetz-Fischerei und hat mit

gesammelten Geldern und staatlicher Unterstützung bereits die Netzrechte der

isländischen, färingischen, schottischen und wallisischen Fischer aufgekauft.

-cwsl-

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