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Nordmeer-Saiblinge in den Alpen

1995


Ein Pinzgauer Bauer will in 1.100 Metern Seehöhe Nordmeer-Saiblinge züchten.

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Das Know-how hat sich der Viehhofener Landwirt vom niederösterreichischen „Alpenlachs“-Züchter abgeschaut.

Das Projekt „Alpenlachse“

20 Jahre und einige Millionen Schilling hat Peter Brauchl aus dem niederösterreichischen Gutenstein aufgewendet, bis ihm die Zucht von Lachs-Arten in Teichen gelang. Heute sind die Fische unter dem Namen „Alpenlachs“ begehrt und Brauchl sucht in ganz Österreich Partner für seine Fischzucht.

Angebissen hat jetzt der Hecherbauer Josef Breitfuss aus Viehhofen; er will im Pinzgau „Alpenlachse“ züchten. Dafür braucht er aber eine Genehmigung der Bezirkshauptmannschaft Zell am See. Dennfür die Zucht müssen vier Teiche bei seinem Hof in 1.100 Metern Seehöhe errichtet werden.

Die Teiche sind notwendig, weil die Fische sauerstoffreiches Quellwasser brauchen. Bachwasser kommt für sie nicht in Frage.

Zudem sollen eigens konstruierte Fütterungsautomaten dafür sorgen, dass die Fische nicht träge und fett werden, sagt Breitfuß: „Das Futter wird in die Fischteiche geschossen. Die Fische müssen sich das Fressen immer erkämpfen und sind in Bewegung.“

Mit den oft fetten Fischen aus den Lachsfarmen im Norden sollen die Saiblinge aus dem Pinzgau nichts zu tun haben: „Die werden nicht im Betonbunker gehalten, sondern in der freien Natur. Die Fische haben immer Freiheit und Bewegung und frisches Wasser.“

Entscheidung im Frühjahr

Im Frühjahr, wenn der Schnee geschmolzen ist, werde nach einem Lokaltermin über das Fischzucht-Projekt entschieden. Das kündigt Bezirkshauptfrau Rosmarie Drexler an. Ab der Genehmigung dauert es noch eineinhalb Jahre, bis die ersten Pinzgauer Nordmeer-Saiblinge in der Pfanne landen können.

-hl-

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