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Rhein-Aale: Dioxin-Belastung zu hoch

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Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn warnt Angler vor dem Verzehr.

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Aal-Fleisch aus dem nordrhein-westfälischen Rheinabschnitt überschreitet zur Zeit die gesetzlichen Höchstwerte für Dioxin. Seit dem 28. März empfiehlt das Umweltministerium Düsseldorf den Anglern vorsorglich auf Aal-Konsum aus dem Rhein zu verzichten. Pro Gramm Aal-Fleisch konnte ein Dioxin-Gehalt von bis zu 8,2 Pikogramm nachgewiesen werden. Der für den menschlichen Verzehr zulässige Grenzwert liegt bei nur vier Pikogramm.

Auch Fänge von Berufsfischern dürfen nicht mehr in den Handel gelangen. Bei anderen Rhein-Fischen liegt der Dioxin-Gehalt noch unter dem Grenzwert.

Bereits 2001 veröffentlichte das Ministerium eine Verzehr-Empfehlung von maximal 200 Gramm Rhein-Aal wöchentlich. Damals gab der erhöhte Gehalt von polychlorierten Biphenylen (PCB) Anlass zur Beunruhigung.

Aale suchen als Grund-Fische im stark belasteten Rhein-Schlamm nach Nahrung. In diesen Ablagerungen reichern sich die giftigen Rückstände der Chemie-Industrie seit Jahrzehnten an. Zudem speichern Aale in ihrem sehr fetthaltigen Fleisch Giftstoffe wie Dioxin und PCB besonders gut.

-tk-

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