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Schwarzbarsch flambiert

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Fischsterben in Kentucky: Drei Millionen Liter brennender Bourbon-Whiskey flossen in den „Withrow Creek“.

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Durch ein Feuer in einem Lagerhaus der Brennerei „Jim Beam“ gelangte der Hochprozentige in den Bach und dann in den „Salt River“.

Nach Angaben des „Kentucky Department of Fish and Wildlife“ vom 9. September 2003 verendeten schätzungsweise 19.000 Fische. „Jim Beam“ versicherte, den Neu-Besatz und die Reinigung des Gewässers zu finanzieren. Die Brennerei zahlt 27.000 Dollar Schadenersatz.

Einen über den Durst

17 Fischarten, vor allem Großmaul-Schwarzbarsche und Welse lagen tot an den Ufern. Glücklicherweise regnete es in den Tagen nach dem Brand sehr heftig, so dass der Alkohol in den Flüssen schnell verdünnt wurde.

Nicht nur durch die tödliche Alkohol-Konzentration starben die Fische: Der bakterielle Abbau des Whiskeys führte zu starkem Sauerstoff-Mangel. Vor allem Gewässer-Strecken auf dem Militär-Stützpunkt bei Fort Knox waren von dem Fischsterben betroffen.

Kein Einzelfall

Blitzschlag löste den Brand im Whiskey-Lagerhaus aus. Die Firma „Jim Beam“ betreibt in Kentucky über 200 Lagerhäuser, in denen 15 Millionen Liter Bourbon altern.

Bereits vor drei Jahren brannte ein Lagerhaus der „Wild Turkey“-Brennerei. Damals gelangten Unmengen Whiskey in den Fluss Kentucky. Auf einer Strecke von über 100 Kilometern kam es zu ausgedehnten Fischsterben. „Wild Turkey“ zahlte damals 256.000 Dollar an den Staat.

-tk-

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