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Toter Finnwal kommt nach Stralsund

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Der am 14. Januar 2006 auf einer Sandbank vor Wismar entdeckte Finnwal kommt ins Nautineum Dänholm, eine Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums.

Jan Lock

Am 18. Januar haben Taucher von Greenpeace den Finnwal in Rostock-Warnemünde gehoben und auf einen Tieflader gehievt.
 
Nachdem der Wal bei der Verladung nun sein Maul gezeigt hat, ist die Artbestimmung für den Walforscher Dr. Harald Benke jetzt hundertprozentig möglich: „Bei dem Wal handelt es sich eindeutig um einen Finnwal. Erstaunlich ist nur, wie extrem dünn der Wal ist. Die Sektion des Tieres wird nun mit Spannung erwartet, um festzustellen, ob der Wal in der Ostsee verhungert ist, denn wahrscheinlich handelt es sich um das gleiche Tier, dass im Oktober letzten Jahres im Odense-Fjord in Dänemark gesichtet und fotografiert worden ist. Auch dieses Tier war sehr dünn.“
 
In der Nacht zum 19. Januar wurde der Wal von Greenpeace nach Berlin gebracht. Dort unterstützt der tote Wal eine Protest-Aktion gegen den Walfang vor der Japanischen Botschaft. Greenpeace hat das Deutsche Meeresmuseum bei den Bergungsarbeiten unterstützt und hilft auch beim Transport nach Stralsund.
 
Von Berlin wird der Kadaver nach Stralsund gefahren und voraussichtlich am Donnerstag gegen 16 Uhr per Schwimmkran vom Stralsunder Südhafen zum Nautineum Dänholm gebracht. Dort soll er noch am Donnerstag vermessen werden, bevor am Freitag ab circa 8 Uhr die Sektion beginnt.
 
Die Öffentlichkeit hat dort am 20. Januar ab etwa 8 Uhr die Möglichkeit, den Meeressäuger zu sehen.
 
 
-pm-
Jan Lock

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