Der Flanker

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Auffällig in Form und Farbe: die Gadfly Shads von Sänger. Bilder: M. Schippers

Im RAUBFISCH-Kunstköderporträt: der Iron Claw Gadfly Shad von Sänger. Von Markus Heine

Gummifische gibt es wie Sand am Meer. Umso schöner ist es da, wenn man einen neuen Shad in Händen hält, der sich von der weichen Masse augenscheinlich abhebt. Der Gadfly Shad von Sänger schafft das mit seinem extrem lang gestreckten Körper, der schmalen Schwanzwurzel und seinem großen Schaufelschwanz. Damit ist der schlanke Gummifisch bereits auf dem Trockenen so agil, dass man sich gut vorstellen kann, wie auffällig er erst durchs Wohnzimmer von Hecht & Co tänzelt.

Turbulenter Lauf

Ohne Übertreibung kann man den Gadfly als den Flanker unter den Gummifischen bezeichnen. Im Wasser schaukelt er kräftig von der einen zur anderen Seite, sein schmaler Körper unterstützt den aufreizenden und auffälligen Lauf. Der große Schwanzteller beginnt sich schnell zu drehen und bringt den ganzen Gummifisch in Schwung. Dieser flankierende Lauf wird vor allem Hechte richtig nervös machen. Und die sind auch die Zielgruppe des Gadfly Shads – mit 17, 20 und 23 Zentimetern passt er genau ins Beuteschema von Meister Esox. Besonders variabel kann man den Action Shad führen, wenn man ihn klassisch über den Grund jiggt. Allerdings macht ihn sein starkes Flanken auch dann zu einer unschlagbaren Waffe, wenn man ihn lediglich stur einkurbelt. Eine Methode, die leider nur allzu selten  praktiziert wird, jedoch Fische bringt. Auf diese Weise sendet der Gadfly pausenlos starke Druckwellen aus und kann schnell geortet werden. An manchen Tage gibt es beim Hechtangeln nichts besseres.

Hecht und Wels im Visier

Die Gummi-Mischung des Shads fühlt sich zwar wunderbar weich an, ist dabei aber so zäh, dass sie nicht schon beim ersten Hechtbiss zerfleddert wird. Man braucht also nicht zu fürchten, dass die dünne Schwanzwurzel den Drill nicht übersteht, allzu schnell gibt sie nicht klein bei. Da sollen die Hechte ruhig kräftig zubeißen. Nur Hechte? Nun ja, allein seine Größe von 17 bis 23 Zentimetern macht den Gadfly sicherlich zu einem prädestinierten Hechtköder. Allerdings lassen sich mit der kleinen 17er Ausführung auch Zander überlisten. Dank des relativ dünnen Körpers können diese den Shad gut inhalieren. Etwas tricksen kann man, indem man den Schwanzteller in stärker strömenden Fließgewässern etwas zurechtstutzt und so die Absinkphasen beschleunigt. Zander mögen es ja in der Regel lieber nicht so stark flankend wie Hechte, so dass diese etwas aktionshemmende Maßnahme sicherlich gut ankommt. Aber wie gesagt, in erster Linie ist der Gadfly ein aktionsreicher Gummifisch zum Hechtangeln, gerade in den beiden größeren Ausführungen. Bei solchen Kalibern von über 20 Zentimetern darf ein Extradrilling nicht fehlen, um die Angreifer sicher zu haken.

Einen Räuber wollen wir hier nicht vergessen, der bekanntlich auch auf starke Druckwellen steht: der Waller. Auch er müsste den Gummifisch von Sänger zum Fressen gern haben. Die turbulente Aktion des Köders macht ihn auch in trüben Gewässern zu einem auffälligen Ziel. Der Gadfly ist in sechs verschiedenen Designs erhältlich. Die Zusammenstellung aus mehreren Farbtönen sorgt für Abwechslung, so dass sowohl für Anhänger natürlicher wie auffälliger Designs das passende Modell dabei ist.

Bei den mehrfarbigen Designs findet jeder Angler seinen Favoriten, ob schockig oder natürlich.

MODELLVARIANTEN: Den Iron Claw Gadfly Shad von Sänger gibt es in den Längen von 17, 21 und 23 cm. 6 Farbgebungen sind erhältlich: Perch, Salt & Pepper, Cinnamon Shad, Funky Chicken, Motoroil, Pike. Der Preis pro Shad liegt je nach Größe bei 1,75-3,75 EUR (Stand 2014). Mehr Infos unter www.saenger-tts.de

DER RAUBFISCH meint: Der Gadfly Shad von Sänger ist ganz klar der Flanker unter den Gummifischen. Er läuft äußerst turbulent und sorgt für ordentlich Druckwellen. Top auf Hecht und Waller!

Mit seinem langgestreckten Körper und dem flexiblen Schwanzbereich flankt der Gadfly auffällig durchs Wasser.
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