Ehrung für den „Lachsvater“

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Hartwig Hahn, bekannt als „Lachsvater“, wurde mit der „Orri-Vigfusson-Medaille“ geehrt.

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Diese Auszeichnung wird von der Lachs- und Meerforellen Societät für besondere Verdienste um die Wiedereinbürgerung des Lachses und der Meerforelle verliehen. Die Ehrung erfolgte anlässlich eines „Salmon Dinners“ zu Gunsten des Nord-Atlantik-Salmon-Funds (NASF). Dessen Präsident, Orri Vigfusson, sammelt in Europa Gelder zum Ankauf der Netz-Fangrechte der Berufsfischer im Nordatlantik, damit die Salmoniden nicht in den Netzen landen, sondern zum Laichen in die Flüsse zurückkehren.

Seit 1980 fischt der Malermeister Hahn die Lachse aus den Flüssen Schleswig-Holsteins, streift sie ab, zieht die Brut einen Winter lang auf und setzt die Jungfische in die Auen und Bäche aus, wo sie zu Smolts heranwachsen, um in den Atlantik zu wandern. Hahn fand heraus, dass sich die Lachse vom Lagan-Stamm, einem Fluss in Schweden, der ins Kattegat mündet, am besten einbürgern ließen.

Alle Jahre fährt er dorthin, um ständig neues Laichmaterial zu holen, denn der Bedarf an Lachsbrut ist stark gewachsen und kann aus den Rückkehren allein nicht gewonnen werden.

Hartwigs Lachskinder sind im gesamten Elbe-Einzugsgebiet bis nach Tschechien sowie in Sachsen und Brandenburg zu Hause. Laganlachseier und Brütlinge werden auch ins Wesergebiet und an den Oberrhein und seine Nebengewässer verschickt. Zudem erbrütet Herr Hahn Lachseier aus Lettland für den Besatz der deutschen Ostseezuflüsse wie Oder und Trave. -cwsl-

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