Die Hennetalsperre

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Hechte über 30, Zander bis 20, Barsche bis 5,5 Pfund und armdicke Aale gingen in der Hennetalsperre schon an den Haken. Dieter Schröder heftete sich den kapitalen Räubern an die Flossen.

Von Von Dieter Schröder

Hecht
Auch Hechtfreunde kommen voll auf ihre Kosten.

Die Hennetalsperre genießt – wie all die anderen Sauerland-Talsperren auch – einen guten Ruf als Raubfischgewässer. Sie schlängelt sich auf einer Länge von rund 6 km entlang der B 55 und ist von Bergen mit Höhen bis zu 600 m eingerahmt. Aufgestaut wird die Talsperre von einem 60 m hohen und 376 m langen Steinschüttdamm direkt oberhalb der Stadt Meschede.

Der Grund ihres Baus war der Hochwasserschutz im oberen Tal der Ruhr. Diesen Zweck nimmt sie heute natürlich auch noch war, doch hat sie sich darüber hinaus zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. Kein Wunder – bei dem unbelasteten Hennewasser. Da kommen auch wir Angler nicht zu kurz.

Weißfische gibt es reichlich im See. Somit finden die Räuber einen reich gedeckten Tisch vor. Entsprechend kapital wachsen Hecht, Zander, Barsch und Aal ab. Geangelt werden darf das ganze Jahr über (vorausgesetzt die Talsperre ist eisfrei); sowohl vom Ufer als auch vom Boot aus.

Die Hot Spots

Wie bereits erwähnt, verläuft am Westufer die B 55, das Ostufer hingegen ist nur über einen Wanderweg zu erreichen. Hier findet man eigentlich immer, selbst im Hochsommer, gute Angelplätze. Besonders bekannt am Ostufer ist die Horbachbucht. Sowohl Hechte als auch Zander lassen sich hier an den Haken bringen; besonders im Frühherbst.

Meister Esox beißt gut auf große, silberne Löffelblinker, Zander nehmen lieber einen kleinen Köderfisch. Aber auch an der Straßenseite gibt es gute Raubfisch-Plätze, so z.B. den alten Steinbruch vor Immenhausen. Hecht und Barsch lauern hier auf Beute. Da sich direkt oberhalb dieser Stelle ein Parkplatz befindet, ist der Hot Spot gut zu erreichen. Ein ähnlich steiler und guter Fangplatz findet sich im unteren Seeteil bei Berghausen.

Große Barsche beißen oft direkt nach Auftauen des Eises im März. Dann ist der Tauwurm fängigster Köder. Zu dieser Zeit findet man gute Plätze am Ostufer oberhalb der Staumauer.

Scharkanten absuchen

Wer vom Boot aus mit der Schleppangel unterwegs ist, sollte die Scharkanten absuchen. Hier stehen eigentlich immer Räuber, vor allem Hechte. Neben Löffelblinkern sind größere Wobbler in Längen zwischen 12 und 22 cm gute Schleppköder. Wichtig dabei ist eine möglichst langsame Fahrt. Schleppangler können das eigene Boot mitbringen und im oberen Seeteil zu Wasser lassen.

Von Juni bis September lohnt die Aal-Angelei. Gern wird den lichtscheuen Räubern am Vorbecken nachgestellt, aber auch sonst kann man fast überall mit ihnen rechnen. An Salmoniden kommen sehr vereinzelt Forellen vor, deren gezieltes Beangeln aber kaum möglich ist. Nichtsdestotrotz finden Petrijünger in der sauerländischen Talsperre eine süße Raubfisch-Nische vor.

Infos

METHODEN: Spinn- oder Grundangeln auf Barsch, Hecht und Zander; Grundangeln auf Aal; Schleppfischen auf Hecht.

GERÄT: Hechtruten zwischen 2,40 und 3 m zum Spinnfischen sowie zw. 3 und 4 m zum Grundangeln mit totem Köderfisch. Für Zander leichte Spinnruten um die 3 m bzw. Grundruten um die 4 m. Barsche mit ultraleichten Spinnruten bzw. 4-m-Grundruten. Aal mit 2,40-3 m langen, stabilen Grundruten.

KÖDER: Auf Hecht Löffelblinker, Wobbler oder tote Köderfische. Twister, kleine Gummifische, Spinner und Köfis für Zander. Aal mit Tauwurm oder Fischfetzen. Barsche auf Tauwurm, Spinner, Wobbler bis 6 cm, Zocker, Tunkfische u. Twister.

EXTRA-TIPP: Im Herbst vom Boot aus mit Zockern und Tunkfischen entlang der Steilkanten auf Barsch. Zum Schleppangeln auf Hecht große Rapala-Wobbler in den Farben Blau/Weiß oder Rot/Weiß.

BESTIMMUNGEN: 2 Ruten, 1 Senke. Angelzeit von 1 Stunde vor Sonnenaufgang bis 1 Stunde nach Sonnenuntergang, in der Zeit vom 1.6.-31.8. bis nachts 24 Uhr. Das Vorbecken darf nur vom 1.8.-31.12. beangelt werden. Eisangeln ist verboten.

ERLAUBNIS: Tageskarte 9,- DM, Woche 25,- DM, Jahr 90,- DM; Jugendliche zahlen für die Jahreskarte 45,- DM.

ANGELGESCHÄFT: Karten und Infos bei Waffen

Bischoff, Zeughausstr. 12, 59872 Meschede, Tel. 0291/6488.

ANFAHRT: A 46 (Hamm-Bestwig) Abfahrt Meschede oder über die B 7 (Kassel-Hagen) und B 55 (Lippstadt-Olpe).

(Stand 1999)Foto: Verfasser

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