Savage Gear 3D Line Thru Roach

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Ob ein Hecht da noch den Unterschied zur Natur erkennt? Das 3D Line Thru Roach wirkt sehr realistisch.

Jeder kennt ein Gewässer, in dem die Hechte alle Köder mit Artikelnummern kennen. Wirklich alle? Beim Savage Gear 3D Line Thru Roach wird es sogar für erfahrene Räuber schwierig, diesen überhaupt als unecht zu entlarven.

Absoluter Perfektionismus im Detail, das scheint mittlerweile der Anspruch für die Firma Savage Gear zu sein. Und es gelingt ihnen. Das 3D Line Thru Roach ist wirklich unglaublich, wenn man es in der Hand hält. Nicht nur die Farbe passt, auch die Form ist total überzeugend. Da soll noch ein Hecht den Braten riechen und abdrehen? Na, ich weiß nicht, in dem Fall muss er schon sehr satt gefressen sein. Man müsste aber Erfinder Mats Grossel schlecht kennen, wenn er nur Wert auf die Optik gelegt hätte. Das 3D Line Thru Roach besitzt nämlich auch einige praktische Details, die verraten, dass hier richtige Angler am Werk waren.

OPTIK

Mittels 3D-Scan hat Savage Gear die Proportionen echter Rotaugen in einen Computer eingespeist und präzise auf einen Köder übertragen. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Das Line Thru Roach ist hochrückig, voluminös und fasst sich von den Proportionen her wirklich wie ein echter Fisch an. Dazu sind die Flossen nicht nur aufgemalt, sondern physisch aus Gummi vorhanden. Eine perfekte Silhouette. Auch die Farbe ist gut getroffen und fein abgestimmt, wirklich tolle Arbeit. Der einzige Unterschied zum echten Fisch: Der Aufdruck auf der Gummimasse ist eher matt gehalten, das typisch stark glänzende Schuppenkleid eines Rotauges ist nur mittels kleiner Silberpartikel angedeutet.

AKTION

Das Schwimmverhalten des Line Thru Roachs ist dezent und lebensecht, wenn man den Köder monoton einleiert oder schleppt. Schon bei geringer Geschwindigkeit zeigt er diese tolle Aktion. Die kleine Version (18 Zentimeter) lässt sich mit ihren 80 Gramm auch noch passabel werfen. Zupft man den Köder beim Spinnfischen leicht an und lässt ihn dann an loser Schnur gleiten, bricht er verführerisch zur Seite aus und schwebt die Bahn aufrecht stehend weiter. Diese Bewegung sollte auch den misstrauischsten Hecht überzeugen.

Der Drilling ist an sehr stabilem Zubehör angebracht und hängt für die optimale Bissausbeute am tiefsten Punkt des Köders.

AUSSTATTUNG

Zum real anmutenden Konzept passend, ist auch die Behakung des Köders dezent gehalten. Selbst die große 25 Zentimeter lange Version besitzt nur einen Drilling, der frei unter dem Bauch hängt. An ihm ist ein Draht angebracht, der in ein dafür vorgesehenes Loch in den Bauch gespießt wird. Anschließend führt ein sehr starker, sauber gequetschter 49-fädiger Stahldraht durch eine Röhre im Kopf und tritt auf der Oberseite wieder heraus. Eine äußerst elegante und sehr stabile Konstruktion, die zum Köder passt. Damit der Gummikörper an den zwei Unterteilungen nicht beim ersten Biss von Hechtzähnen zerrissen wird, ist hier ein Nylon-Netzgewebe eingearbeitet. Außerdem hat der gesamte Gummikörper im Drill die Möglichkeit, am Stahl hochzurutschen, das verhindert Aussteiger und schont den Köder.

AUSFÜHRUNGEN

Zwei Größen (18 und 25 Zentimeter) und zwei Sinkverhalten (langsam und moderat sinkend) sind im Programm. Wobei beispielsweise die größere Version in moderat sinkend mit 216 Gramm Gewicht eher für Schleppangler interessant sein wird. Zum echten Rotaugen-Design gibt es vier weitere Farben, darunter auch zwei Schockfarben für trübes Wasser. Der Preis liegt bei 14 Euro für das kleine und 22 Euro für das große Modell.

Weitere Infos unter: www.savage-gear.com

Elegant gelöst: Das Vorfach tritt dezent in den Kopf ein und verläuft durchs Innere zum Haken, der am Bauch befestigt ist.
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