Dauertest: Balzer Outlaw Lure 53

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Tester: Dustin Schöne
Testdauer: 6 Monate

 

Bild: Dustin Schöne
Schick und schnell: die Outlaw Bulletproof Lure 53 von Balzer

Erster Eindruck

Der schlanke, leichte Blank und das moderne Design der zweiteiligen Balzer Outlaw Bulletproof Lure 53 gefallen mir auf Anhieb. Zusammen mit einer 2.500er Rolle liegt die 2,44 Meter lange und 165 Gramm leichte Rute perfekt in der Hand. So eine Kombi wiegt sehr wenig, ist aber trotzdem stark genug, um auch kapitale Räuber sicher zu drillen. Die straffe Carbonrute wirkt hochwertig und hervorragend verarbeitet. Ich kann‘s kaum erwarten, sie am Wasser zu testen und damit auf Zander zu angeln. Denn zum Jiggen scheint mir die Bulletproof Lure 53 einfach prädestiniert.

 


 

Bild: Dustin Schöne
Die Bulletproof eignet sich vor allem zum Angeln mit mittelgroßen, bis zu 14 Zentimeter langen Gummifischen.

Testphase

Die Rute gefiel mir so gut, dass ich sie in letzter Zeit häufig im Einsatz hatte. Beim Zander- und Hechtangeln an holländischen Seen oder auch am heimischen Rhein war die Outlaw mein ständiger Begleiter. Obwohl die Rute mit ihren 2,44 Metern fürs Uferfischen etwas kurz ist, erreicht man mit ihr ordentliche Wurfweiten. Der Blank lädt sich schön auf, und die Schnur flutscht nur so durch die Ringe. Der Blank ist mit einem Zweisteg-Leitring und sieben Einsteg-Ringen bestückt. Das garantiert, dass die Schnur nah an der Rute anliegt, was wiederum der Wurfweite zugute kommt. Das angegebene Wurfgewicht von 21 bis 53 Gramm stimmt, und man kann mittelgroße Shads bis 14 Zentimeter ideal werfen und führen.

 

 


 

Bild: Dustin Schöne
Direkter Kontakt zum Blank. So merkt der Angler jeden Biss.

Im Praxistest bin ich mit der Outlaw-Rute nicht gerade zimperlich umgegangen. Mehrere Male fiel sie mir auf die Steinpackung – doch geschadet hat‘s dem Blank nicht. Die Rute ist absolut robust. Und die Firma Balzer darf sie zu Recht „bulletproof“ (zu deutsch „kugelsicher“) nennen. Besonders gut gefällt mir die Aussparung am Rutengriff. So liegt ein Finger direkt auf dem Blank, und man verpasst viel weniger Bisse, während der Shad verführerisch zu Boden taumelt. Ein weiterer Pluspunkt der Outlaw zeigt sich beim Anhieb. Auch über große Distanzen beweist die Rute Rückgrat. Dafür ist vor allem ihr straffer Blank verantwortlich, der aber gleichzeitig nicht zu viel Drillspaß nimmt. Sogar mittelgroße Barsche bringen an der Rute Spaß. Die Fluchten und Kopfschläge kapitaler Fische federt sie gekonnt ab.

 

 


 

Bild: Verfasser
Barsch auf Gummi. Mit der Balzer-Rute lassen sich aber auch Wobbler führen.
Als mir neulich beim Zanderfischen ein Barsch auf meinen für den kleinen Stachelritter viel zu großen Shad geknallt ist, habe ich den Köder gewechselt und mit Wobblern weiter gefischt. Anfangs war ich skeptisch, da ich die Spitze der Rute für zu straff gehalten habe, um damit Wobbler zu führen. Doch ich musste mich eines Besseren belehren lassen: Mittelschwere Modelle lassen sich einwandfrei einsetzen und perfekt animieren.
Die Outlaw Bulletproof Ruten gibt es übrigens noch in vier weiteren Ausführungen. So kommen Barsch-, Hecht-, und Zanderangler gleichermaßen auf ihre Kosten. An Freunde des Drop-Shot-Fischens hat Balzer auch gedacht.

 

 


 

Bild: Dustin Schöne
Dustin Schöne, hier mit halbstarken Test-Zander, hat die Balzer-Rute voll überzeugt.

Fazit

Ich bin begeistert von der Balzer Outlaw Bulletproof Lure 53. Eine universell einsetzbare Traumrute, die was ab kann, und für einen fairen Preis erhältlich ist. Das 2,44 Meter lange Modell ist für Ufer- und Bootsangler gleichermaßen geeignet.

Steckbrief

Die Outlaw Bulletproof Lure 53 gibt es in 3 verschiedenen Längen: 1,96 m, 2,44 m und 2,72 m. Die mit einem geteilten Duplongriff versehenen Ruten haben ein Wurfgewicht von 21-53 g und wiegen zwischen 150 und 180 g. Das 2,44 m lange Modell kostet 109,90 EUR.

(Bilder: Dustin Schöne)

 

 

 

 

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